NEU Studienflüsterer Akademie: kostenloser Video-Kurs zu Fernstudium, Kosten und Anrechnung Zur Akademie
Seriös erkennen

Was Akkreditierung im Fernstudium wirklich bedeutet

Akkreditiert ist eines der wichtigsten Wörter bei der Wahl eines Fernstudiums und zugleich eines der unklarsten. Hier erklären wir dir, was Akkreditierung prüft, welche Formen es gibt und wer in Deutschland, Österreich und der Schweiz dahintersteht.

3 Min. Lesezeit

Kaum ein Wort taucht in der Werbung von Fernhochschulen so oft auf wie akkreditiert, und kaum eines wird so selten erklärt. Dabei ist die Akkreditierung der wichtigste harte Beleg dafür, ob ein Studiengang hält, was er verspricht. Wer versteht, was dahintersteckt, erkennt seriöse Anbieter schneller und schützt sich vor einem Abschluss, der am Ende weniger wert ist, als er gekostet hat.

Was Akkreditierung wirklich prüft

Akkreditierung ist eine unabhängige Qualitätsprüfung. Dabei schaut eine unabhängige Stelle nicht auf die Werbung, sondern auf die Substanz eines Studiengangs: Sind die Lernziele klar beschrieben, passt der Arbeitsaufwand in ECTS zum versprochenen Grad, sind die Prüfungen fair und die Betreuung ausreichend? Erst wenn ein Programm diese Prüfung besteht, erhält es das offizielle Siegel. Für dich ist das der wichtigste harte Beleg dafür, dass ein Fernstudium hält, was es verspricht, und dass der Abschluss am Ende nicht nur auf dem Papier gut aussieht.

In Deutschland ist die Akkreditierung durch einen Staatsvertrag der Länder geregelt. Über die Akkreditierung entscheidet die Stiftung Akkreditierungsrat, während unabhängige Agenturen die eigentliche Begutachtung übernehmen. Das Siegel des Akkreditierungsrats ist damit das zentrale Qualitätszeichen für ein Studium, unabhängig davon, ob es an einer staatlichen oder einer privaten Hochschule stattfindet. Ob ein Studiengang akkreditiert ist, kannst du öffentlich nachschlagen, meist über die Datenbank des Akkreditierungsrats.

Programm- und Systemakkreditierung

Es gibt zwei Verfahren, die am Ende beide zum selben Siegel führen. Bei der Programmakkreditierung wird ein einzelner Studiengang begutachtet und mit dem Siegel versehen. Bei der Systemakkreditierung prüft die Agentur dagegen das interne Qualitätssicherungssystem der Hochschule als Ganzes. Besteht die Hochschule diese Prüfung, darf sie ihre Studiengänge selbst mit dem Siegel ausstatten. Beide Wege sind gleichwertig: Ein Programm an einer systemakkreditierten Hochschule ist ebenso geprüft wie eines, das einzeln akkreditiert wurde. Für dich heisst das, du musst nicht jedes Programm einzeln suchen, sondern kannst zuerst schauen, ob die Hochschule selbst systemakkreditiert ist.

Akkreditierung ist damit der Kern jeder Seriositätsprüfung. Sie unterscheidet ein echtes Studium von einem blossen Zertifikat, und sie ist etwas völlig anderes als die reine Verbraucherschutz-Prüfung der ZFU-Zulassung für Fernlehrgänge. Wenn du wissen willst, wie Akkreditierung, Anerkennung und Vertrag zusammen ein Bild ergeben, findest du den ganzen Ablauf in unserem Leitfaden, wie du ein seriöses Fernstudium erkennen kannst. Ein akkreditierter Studiengang an einer anerkannten Hochschule ist dort der erste und wichtigste Prüfpunkt.

Wer in Deutschland, Österreich und der Schweiz akkreditiert

In jedem der drei Länder wacht eine eigene Stelle über die Qualität. Die Namen sind unterschiedlich, die Idee dahinter ist überall dieselbe.

Deutschland

In Deutschland steht die Stiftung Akkreditierungsrat an der Spitze, gestützt auf die Begutachtung durch unabhängige Agenturen. Das Siegel des Akkreditierungsrats gilt für staatliche wie private Hochschulen gleichermassen und ist die Grundlage dafür, dass ein Abschluss in der Regel anerkannt wird.

Österreich

In Österreich übernimmt die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria, kurz AQ Austria, diese Rolle für private Hochschulen und Fachhochschul-Studiengänge. Sie veröffentlicht, welche Einrichtungen und Programme geprüft sind, sodass du das vor der Einschreibung selbst nachvollziehen kannst.

Schweiz

In der Schweiz ist es die Schweizerische Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung, die AAQ, koordiniert über swissuniversities. Hier zählt vor allem die institutionelle Akkreditierung: Nur akkreditierte Institutionen dürfen sich Universität oder Fachhochschule nennen und geschützte Titel vergeben.

In allen drei Ländern kannst du öffentlich nachschauen, ob eine Hochschule oder ein Programm geprüft ist. Genau das solltest du tun, bevor du unterschreibst. Wirbt ein Anbieter mit Anerkennung, nennt aber keine akkreditierende Stelle oder verweist nur auf sich selbst, ist das ein Grund, genauer hinzusehen. Die Prüfung kostet dich meist nur ein paar Minuten und schützt dich vor einem Abschluss, der weniger wert ist, als er kostet.

Häufige Fragen

Was bedeutet Akkreditierung?

Akkreditierung ist eine unabhängige Qualitätsprüfung, die bestätigt, dass ein Studiengang oder eine Hochschule festgelegte Standards erfüllt. Geprüft werden Lernziele, der Arbeitsaufwand in ECTS, Prüfungen und Betreuung. Besteht ein Programm die Prüfung, erhält es ein offizielles Siegel. Für dich ist das der wichtigste harte Beleg, dass ein Fernstudium hält, was es verspricht.

Was ist der Unterschied zwischen Programm- und Systemakkreditierung?

Bei der Programmakkreditierung wird ein einzelner Studiengang begutachtet und mit dem Siegel versehen. Bei der Systemakkreditierung wird das interne Qualitätssicherungssystem der Hochschule geprüft, sodass sie ihre Programme selbst akkreditieren darf. Beide Wege sind gleichwertig. Ein Programm an einer systemakkreditierten Hochschule ist ebenso geprüft wie ein einzeln akkreditiertes.

Wer akkreditiert in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

In Deutschland entscheidet die Stiftung Akkreditierungsrat, gestützt auf unabhängige Agenturen. In Österreich ist es die AQ Austria, die private Hochschulen und Fachhochschul-Studiengänge akkreditiert. In der Schweiz übernimmt die AAQ diese Aufgabe, koordiniert über swissuniversities, wobei dort vor allem die institutionelle Akkreditierung zählt. In allen drei Ländern kannst du öffentlich nachschauen.

Ist Akkreditierung dasselbe wie die ZFU-Zulassung?

Nein. Die Akkreditierung prüft die akademische Qualität eines Studiengangs und ist die Grundlage für einen anerkannten Grad. Die ZFU-Zulassung ist reiner Verbraucherschutz für Fernlehrgänge in Deutschland und sagt nichts über das Niveau des Abschlusses aus. Ein Fernlehrgang kann ZFU-zugelassen sein, ohne akkreditiert zu sein, das sind zwei verschiedene Massstäbe.

Warum ist Akkreditierung für die Anerkennung wichtig?

Weil ein akkreditierter Studiengang an einer anerkannten Hochschule die Basis dafür ist, dass Arbeitgeber und Behörden deinen Abschluss in der Regel anerkennen. Das Siegel zeigt, dass Niveau und Umfang zum Grad passen. Fehlt die Akkreditierung, obwohl ein Anbieter einen akademischen Grad verspricht, solltest du das vor jeder Unterschrift klären.

Hinweis zur Information

Die Angaben auf dieser Seite sind allgemein gehalten und dienen der Orientierung. Sie ersetzen keine offizielle Anrechnungs- oder Anerkennungs-Entscheidung der jeweiligen Hochschule und sind kein Rechtsrat. Verbindlich entscheiden die Hochschulen sowie die zuständigen Stellen: die ZAB in Deutschland, das BMBWF in Österreich und das SBFI in der Schweiz. Prüfe deinen konkreten Fall vor der Einschreibung immer direkt bei der Hochschule.

Nächster Schritt

Willst du eine persönliche Einschätzung?

Dieser Artikel gibt dir die Orientierung. Deinen konkreten Fall klärt am besten ein kostenloses, unverbindliches Gespräch.

Schreib mir
Schreib mir direkt Ich antworte persönlich.
WhatsApp Schnellste Antwort E-Mail Für ausführliche Anliegen Termin buchen Kostenloses Erstgespräch